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Wir sind in:        Saint Paul


Das ist mein 1. Besuch in diesem Ort in den USA.

Reisezeit: 2015 Juli 15

 

Der Aufenthalt war mal geplant, ist aber dank Amtrak alles anders gekommen.

 


Zur Orientierung gibt es hier mal eine kleine Link-Sammlung,
die zum Teil auf externe Seiten verweist:
 

Stand:
Sonntag, 30. August 2015

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Das Hotel:     Hotel 340

Adresse:        340 Cedar St

Telefon:         651-280-4120

 

Lage:

war mal geplant

 

Zustand:

war mal geplant

 

 

 

 

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Der Bahnhof von Saint Paul:

 

Mein Eindruck:

 

 

(Geschrieben am Sonntag, 2. August 2015)

 

Weitere Links:

 

 

 

 

 

 

 

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Voriger Tagebuch-Eintrag

Tagebuch vom

Donnerstag, 16. Juli 2015

Die nicht geplante weitere Nacht im Schlafwagen macht sich auch bei der Hygiene bemerkbar. Gut, dass ich mein neues pflegeleichtes Outdoor-Hemd anhabe. Mit ihm kann ich auch den Nachtzug nach New Orleans heute abend überstehen - sofern alles klappt. Vier Stunden Übergangszeit habe ich in Chicago. Eine gute Stunde Verspätung hat der Empire Builder heute morgen nach dem nächtlichen Unwetter schon mal.
Meine Stimmung verschlechtert sich noch mehr, als sich Attendant Martinez als teutonischer Stinkstiefel entpuppt. Weil ich nur eine Schlafwagen-Reservierung bis Saint Paul habe, wirft er mich - ganz vorschriftshörig wie bei der Deutschen Bahn - aus dem Schlafwagen. Und das nach all dem Theater mit dem Bus-Transfer, nach der nicht mehr stornierbaren Hotel-Übernachtung in Saint Paul und der bereits bezahlten Theaterkarte. Ich könne ja den Amtrak Customer Care anrufen, meint er lakonisch.
Ich bin wütend. Auf Saint Paul und den Mississippi auf der gegenüberliegenden Seite der Coachclass kann ich mich gar nicht richtig konzentrieren. Als mich mein Ex-Attendant Jim hier so sitzen sieht, wird er stutzig. Er ist entsetzt und bietet an, das zu regeln. Aber jetzt will ich auch nicht mehr zu diesem Martinez zurück. Das trübe Wetter passt zu meiner Stimmung. Nur froh bin ich, dass ich nicht Milwaukee als Unterbrechungspunkt gewählt habe - nach den recht trostlosen Ansichten aus dem Zug. Hier verabschiedet sich dann auch voll das alte Personal, das das Unglück ausbaden musste, und bedankt sich bei den Fahrgästen für die Zusammenarbeit und das besonnene Verhalten.
Schließlich kämpft sich der Empire-Builder mit über 26-stündigen Verspätung durch den Feierabend-Verkehr in die Union Station Chicago. Hier gilt, wie oft in amerikanischen Städten: Bahnhof hui, Bahnsteig pfui. Die gerade renoviert werdende, pompöse, hohe Great Hall verspricht viel. Doch wenn der Amtrak-Mensch dort die Passagiere zum Bahnsteig begleitet, kommt der Schock: klein, dreckig, dunkel, laut. Als Schlafwagen-Passagier bekomme ich in der Metropolitan Lounge kostenlose Softdrinks, Knabbereien, Fernsehen und kostenloses Wifi. Die Amtrak-Dame von der Rezeption übernimmt auch das Ein-Checken, begleitet uns zum Zug und entschuldigt sich. Denn die Bahnsteige hier sind klein, dreckig, dunkel, laut.
Ich sitze in meinem Roomette und vermisse die Durchsagen. Scheinbar funktionieren die Lautsprecher nicht überall so wie im Empire-Builder. Die Abfahrt des City of New Orleans verzögert sich um gut eine Stunde. Ohne entsprechende Durchsage gehe ich einfach mal in den Speisewagen, wo ich schon freundlich erwartet werde (Reservierung für 21 Uhr). Das Dinner hier ist besser als im Empire Builder, habe ich gehört. Aber das ist ja auch nicht schwer. Zu meinem Würstchen-Jambalaya bestelle ich eine ganze Flasche Rotwein. Die genieße ich dann in meinem Schlafabteil, während sich draußen - nach obligatorischem Hin- und Her-Rangieren - das schimmernde Chicago endgültig verabschiedet. Der Zug "City of New Orleans" fährt in die Nacht.

 

 

 

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